Non-Stop | Kritik / Review

 NON-STOP

(Trailer)

Non-Stop ist nach Unknown Identity bereits die zweite Zusammenarbeit von Regisseur Jaume Collet-Serra und Oscarpreisträger Liam Neeson (Schindlers Liste). Liam Neeson kann seit ein paar Jahren auf Grund des Überraschungshits 96 Stunden einen zweiten Schauspielfrühling feiern und avancierte mit seinen 61 Jahren quasi über Nacht zum authentischen Actionstar. Für den Thriller Non-Stop begibt sich der Ire nun zusammen mit Julianne Moore (The Big Lebowski), Linus Roache (Batman Begins), Michelle Dockery (Wer ist Hanna?) und der frisch gekürten Oscargewinnerin Lupita Nyong’o (Kritik, 12 Years a Slave) in luftige Gefilde um eine Flugzeugentführung zu verhindern.

Storyanriss:

Es scheint ein ganz normaler Tag im Leben des Air Marshals Bill Marks (Liam Neeson) zu sein, als er am JFK-Airport in New York seiner Arbeit nachgeht. Er beobachtet die Fluggäste eines Transatlantikflugs nach London und bemüht sich dabei um Unauffälligkeit. Den Piloten (Linus Roache) und die Stewardess (Michelle Dockery) kennt Marks bereits von früheren Flügen und so hebt das Flugzeug wie gewohnt ohne weitere Zwischenfälle ab. Nach kurzer Zeit bekommt Bill Marks jedoch anonyme Mitteilungen auf sein Diensthandy mit drohendem Inhalt. Die Anweisungen sind klar: er soll die Überweisung von 150 Millionen auf ein Off-Shore Konto anweisen, sonst stirbt alle 20 Minuten ein Passagier. Dass es sich hierbei nicht bloß um leere Forderungen handelt, muss der Air Marshal nach Ablauf der ersten Frist feststellen und versucht auf eigene Faust den Mörder ausfindig zu machen, während schon nach kurzer Zeit außerhalb des Flugzeugs keiner mehr an seine Unschuld glaubt.

 Ich entführe dieses Flugzeug nicht. Ich will es retten!

Fazit:

Non-Stop ist nicht ganz einfach einzuschätzen. Es ist nicht wie von vielen erwartet der dritte Teil der Taken bzw. 96 Hours Reihe und somit deutlich weniger actionlastig, was natürlich in Anbetracht des Flugzeug-Settings Sinn macht. Des Weiteren muss man, wenn man sich diesen Film anguckt und auch Spaß dran haben will, nahezu gänzlich von Realismusansprüchen verabschieden und sich auf das Katz und Maus Spiel einlassen. Wenn man dauerhaft alles hinterfragt, werden die zwei Stunden im Kino eher zur Qual. Das Rätseln um die Identität des Mörders bleibt bis zum Schluss spannend und kann durchaus mal aufs Glatteis führen. Diese Spannung und der authentische Liam Neeson sind die Pluspunkte des Films, während eigentlich alles andere nicht sonderlich gut ist. Eine richtige Empfehlung vor allem für einen Kinobesuch kann ich dieses mal nicht aussprechen.

  • Film: 1,5/5
  • Kinoerlebnis: kein Profit
  • Empfehlung: Definitiv kein Kinobesuch wert, einmaliges Angucken im FreeTV ist aber durchaus okay. Guckt euch lieber 96 Hours an, falls ihr den noch nicht kennt, weil der ist deutlich lohnenswerter.

Saving Mr. Banks | Kritik / Review

saving-mr-banksblog(Trailer)

Saving Mr. Banks ist eine bunte Mischung aus Biopic, Drama und Komödie, die sich mit der Frage beschäftigt, was eine Buchverfilmung im Schriftsteller auslöst und wie viel durch eine solche Adaption für die Leinwand vom eigentlichen Werk verloren geht. John Lee Hancock (Blind Side – Die große Chance) erzählt die wahre Geschichte über den über 20 Jahre andauernden Versuch Walt Disneys, die Filmrechte von Pamela Lynwood Travers für ihre weltbekannten Mary Poppins Geschichten zu bekommen. Die Hauptrolle der P.L. Travers ist mit Emma Thompson (Harry Potter) besetzt und Walt Disney wird von Tom Hanks (Kritik, Captain Phillips) verkörpert. Unterstützend zur Seite stehen ihnen hierbei unter anderem Colin Farrell (Brügge sehen.. und sterben), Paul Giamatti (Kritik, 12 Years a Slave) und Jason Schartzman (Kritik, Grand Budapest Hotel).

Filmanriss:

Der Film setzt im Jahre 1961 ein und begleitet die „Mary Poppins“ Autorin P.L. Travers (Emma Thompson). Zu diesem Zeitpunkt sind bereits 20 Jahre nach dem ersten Versuch Walt Disneys (Tom Hanks) vergangen, die Filmrechte für ihre Geschichten zu erwerben. Travers wirkt zuweilen recht verbittert und will nach wie vor ihre geliebte Mary Poppins nicht aus der Hand geben, willigt aber auf Grund von finanziellen Schwierigkeiten ein, nach Los Angeles in die Disney-Studios zu fliegen und sich vor Ort das Drehbuch anzuschauen und eventuell einer Verfilmung zuzustimmen. Neben den aktuellen Geschehnissen zeigen Rückblenden nach und nach die Beweggründe für ihre Reaktionen. Für diese Zeit stehen ihr unter anderem die Komponisten Robert and Richard Sherman (Jason Schwartzman), der Screenwriter Don DaGradi und der Chauffeur Ralph (Paul Giamatti) zur Seite, die in den darauffolgenden Tagen die Launen und Änderungswünsche von Pamela ertragen müssen und versuchen sie von einer Filmumsetzung zu überzeugen.

 

P.L. Travers: You are the only American I have ever liked.

Ralph: May I ask why?

P.L. Travers: No.

 

Fazit:

Die Debatte über die Verfilmung von Büchern ist eigentlich dauerpräsent. Regelmäßig kaufen die großen Filmstudios vielversprechende Rechte für Bestseller, die vor allem die Jugend über einen Zeitraum von mehreren Jahren stetig ins Kino locken sollen. Doch nicht selten geht der Plan nach hinten los und die Fans der Bücher sind mit der Umsetzung unzufrieden und kehren dem Kino den Rücken. Ich hatte Saving Mr.Banks ehrlich gesagt nicht auf meinem Radar, bin aber deswegen umso glücklicher ihn doch gesehen zu haben, denn er hat mich positiv überraschen können. Eine schöne Geschichte, die vor allem auch in den Rückblenden sehr ergreifend ist. Emma Thompsons schauspielerische Leistung ist einfach grandios und auch wenn man zunächst ihren Charakter unsympathisch und grantig findet und sie auch bis zum Schluss keine 180°-Wendung macht, kann man ihre Beweggründe doch viel besser verstehen und sich hineinfühlen. Auch optisch bieten die Flashbacks oder auch Disneyland schöne Kulissen und werden durch echt tolle Motive in die Story eingeflochten. Regisseur John Lee Hancock konnte mich nach Blind Side erneut mit einem emotionalen Film abholen. Von mir eine klare Empfehlung für Saving Mr.Banks.

  • Film: 4/5
  • Kinoerfahrung: kein Profit
  • Empfehlung: Gemütlicher Abend in geselliger Runde

Grand Budapest Hotel | Kritik / Review (Oscars 2015)

blogGBH(Trailer)

Mit Grand Budapest Hotel erwartet uns die neue Komödie von Kultregisseur Wes Anderson. Typisch für Anderson sind eine Menge starker Bilder und ein hochkarätiger Cast und so verwundert es nicht, dass wir mit Ralph Fiennes (Schindlers Liste), Mathieu Amalric (Quantum Trost), Adrien Brody (Der Pianist) , Willem Dafoe (Spider-Man), Jeff Goldblum (Jurassic Park), Léa Seydoux (Inglourious Basterds), Harvey Keitel (Reservoir Dogs), Jude Law (Sherlock Holmes), Bill Murray (Ghostbusters), Edward Norton (American History X), Saoirse Ronan (In meinem Himmel), Tilda Swinton (Die Chroniken von Narnia), Tom Wilkinson (RocknRolla) und Owen Wilson (Midnight in Paris) im Minutentakt neue Stars entdecken können, die mal mehr oder weniger große Auftritte haben. Die meiste Screentime bekam jedoch Ralph Fiennes, der als Concierge Gustave die eigens für ihn von Wes Anderson entwickelte Hauptrolle spielen durfte. Der Film feierte auf der diesjährigen 64.Berlinale Weltpremiere und konnte bereits vor dem offiziellen Kinostart viel positive Kritik einheimsen, ob er auch mich überzeugen konnte, erfahrt ihr wie immer am Ende.

Filmanriss:

Der Film beginnt direkt ein wenig verkopft und öffnet mehrere Zeitebenen. Also: zunächst sehen wir eine junge Frau die sich dem Lutzer Friedhof nähert um das Grab eines verehrten Schriftstellers zu besuchen, dessen Buch „Grand Budapest Hotel“ sie in der Hand hält und darin liest. Darin beschreibt der namenlose Schriftsteller (Jude Law) – in der zweiten Zeitebene – seine einstige Schreibblockade im Jahre 1968. Auf der Suche nach Inspiration reist er ins einst so prachtvolle Grand Budapest Hotel, das sich zu diesem Zeitpunkt in einem schon sehr verkommenen Zustand befindet. Dort lernt er durch Zufall den Besitzer Zéro Moustafa (F. Murray Abraham) kennen, der ihm bei einem Abendessen die gesamte Geschichte des Hotels und seines ehemaligen Concierges Gustave (Ralph Fiennes) erzählt unter dem er damals als Lobby Boy und Protegé gearbeitet hat. Hier beginnt nun die eigentliche Geschichte, die in fünf Akten erzählt wird und beschreibt wie der beliebte und geliebte Gustave in einen Komplott verwickelt und des Kunstraubs sowie des Mordes verdächtigt wird.

Du siehst so gut aus meine Teure – wirklich. Ich weiß nicht welche Creme die im Leichenschauhaus benutzen, aber die möcht‘ ich auch.

Fazit:

Grand Budapest Hotel ist durchaus ein guter Film, der mich aber letztlich nicht vollends überzeugen konnte. Charmante Charaktere und bezaubende Kulissen beweisen, dass es Wes Anderson noch immer drauf hat. Es macht auch Spaß in jeder Szene nach weiteren Hollywoodgrößen Ausschau zu halten und freut sich, wenn man sie erkennt, jedoch werden diese meistens leider auf Grund der Vielzahl irgendwie nur kurz durchs Setpiece gejagt, sodass sie irgendwie verschwendet sind. Auch der Stil, der stellenweise an Trash (Willem Dafoes Charakter, wtf?) grenzte, gefiel mir in diesen Szenen persönlich nicht so. Schlussendlich ist zwar ein guter Film entstanden, der zu Recht gute Kritik bekommen hat, aber ich selbst definitiv nicht auf meine Liste der Lieblingsfilme 2014 setzen würde.

  • Film: 3/5
  • Kinoerlebnis: kein Profit
  • Empfehlung: Auch wenn die Kulissen eventuell ein wenig besser auf der Kinoleinwand rüberkommen, reicht hier meiner Meinung nach ein DVD-Abend.

300 – Rise of an Empire | Kritik / Review

 300: BATTLE OF ARTEMESIUM

Trailer

Im Jahr 2007 gelang es Regisseur Zack Snyder (Man of Steel, Watchmen) mit 300 einen Überraschungserfolg einzufahren mit dem wohl kaum einer gerechnet hätte. Die Geschichte über die 300 Spartaner, die sich gegen den persischen König Xerxes auflehnen, erlangte schnell Kultstatus und beflügelte so Zack Snyders Karriere ungemein. Durch den finanziellen Erfolg und die entstandene Fangemeinschaft, war abzusehen, dass es über kurz oder lang eine Fortführung der Geschichte – basierend auf den Comics von Frank Miller – geben wird.

Während Zack Snyder nun mit Projekten wie dem Superman-Reboot beschäftigt ist und das Sequel nur noch produziert, konnte mit Noam Murro (Smart People) ein neuer Regisseur gefunden werden. Als bekannteste Cast-Neuzugänge konnte er Sullivan Stapleton und Eva Green verpflichten. Auch alle „Game of Thrones“-Fans unter euch können sich auf eine Rückkehr Lena Headeys freuen. Nach den Trailern waren meine Freunde und ich schon richtig gespannt auf den Nachfolger und so haben wir uns nicht lumpen lassen und die Premiere im Rahmen des Maxximum 3D Männerabends wahrgenommen. Ob es sich gelohnt hat, könnt ihr wie immer am Ende erfahren.

Storyanriss:

Zu Beginn erfahren wir in Rückblenden ein wenig über Xerxes (Rodrigo Santoro), seiner Motivation hinter dem Eroberungskrieg und seinen Aufstieg zum Gottkönig Persiens. Nach seiner Machtübernahme lässt er nur noch wenige Vertraute an sich ran und so ist es Artemisia (Eva Green), die seine wichtigste Herrführerin wird. Während Xerxes seine Bodenstreitkräfte befehligt und gegen die mutigen 300 Spartaner unter der Führung ihres Königs Leonidas (Gerard Butler) in die Schlacht zieht, führt Artemisia die mächtige Schlachtflotte der Perser nach Athen, um das nichtgeeinte Griechenland Stück für Stück zu zerstören. Zeitgleich zu den Kämpfen der 300, versucht Themistokles (Sullivan Stapleton), der für den Tod von Xerxes Vater verantwortlich ist, mit List und Geschick der Übermacht Artemisias Wiederstand zu bieten und das lose Stadtstaaten-Geflecht Griechenlands zu verbünden.

It begins as a whisper… a promise… the lightest of breezes dances above the death cries of 300 men. That breeze became a wind. A wind that my brothers have sacrificed. A wind of freedom… a wind of justice… a wind of vengeance.

Fazit:

Ich glaube Noam Murros Entscheidung Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben den Rücken zu kehren und stattdessen nun 300 zu inszenieren, war, wenn man sich beide Werke anschaut, einfach goldrichtig. Auch wenn ich nach den Trailern gehofft hatte, dass hier ein würdiger Nachfolger zu 300 entsteht, hätte ich bis zuletzt nicht zu 100 Prozent damit gerechnet, doch meine Freunde und ich kamen alle sehr begeistert aus dem Kinosaal. Pathetische Ansprachen, hier und da eine coole Punchline und vor allem sehr stylische und grandios inszenierte sowie choreographierte Kampfszenen machten 300 zum Welterfolg und bilden auch für Rise of an Empire das Fundament. Die 3D-Effekte waren super ins Geschehen auf der Leinwand eingepflechtet und haben dem Film, der bei uns mit der 18er-Freigabe im Kino läuft, nochmal einen deutlichen Mehrwert gegeben. Völlig überzeugt kann ich Fans des ersten Teils nur dazu raten sich Tickets zu holen und ab heute (6.März) ins Kino zu gehen und alle, die schon mit 300 nichts anfangen konnten, dürfen auch gerne ihr Geld behalten oder zu Bibi und Tina gehen.

  • Film: 3/5
  • Kinoerlebnis: Aufwertung um +1,0
  • Empfehlung: Erste Wahl sollte ganz klar ein Kinobesuch mit Kumpels sein und hier lohnt sich auch definitiv der Aufpreis für 3D.

 

 

Stromberg – Der Film | Kritik / Review

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Seit nunmehr 10 Jahren kopieren Ralf Husmann und Brainpool erfolgreich die britische Comedy-Fernsehserie von und mit Ricky Gervais. Während es das Originalformat nur auf zwei Staffeln geschafft hat, gab es in Deutschland fünf Staffeln, die über die Jahre eine große Fanbase aufbauen und vor allem halten konnte. Während zu Beginn der Serie die baldige Absetzung auf Grund fehlender Zuschauerzahlen drohte, hielten die Verantwortlichen trotzdem an dem Konzept fest und brachten Stromberg zurück auf die Erfolgsspur. Allen voran machte sich Christoph Maria Herbst in seiner Rolle als zynischer und politisch-unkorrekter Abteilungsleiter der Capitol Versicherung bei den Deutschen unsterblich und so kam bereits vor einiger Zeit die Idee auf, einen Kinofilm auf die Leinwand zu bringen. Ursprünglich angedacht als eine Art Einleitung zur 4.Staffel, musste man schnell aus finanziellen Gründen die Planung vorerst auf Eis legen und zum Serienalltag zurückkehren. Ein paar Jahre später entwickelte sich ein Finanzierungsmodell, mit dem bislang niemand in Deutschland gerechnet hat – das Crowdfunding. Nach einer Woche, von angesetzten drei Monaten, investierten tausende Fans das benötigte Geld und ebneten mit diesem Pioniergeist den Weg für Papas großen Auftritt, der die Geschichte nach der 5.Staffel weitererzählt und Stromberg das verdiente Ende bescheren sollte. Ich habe mich am Dienstag zur Premiere ins Kino begeben und war zusammen mit 114 anderen Kinos in Deutschland live zugeschaltet zum roten Teppich in Köln. Viele Interviews und Blödelein mit Joyce und Steven Gätjen später, konnte der Film endlich beginnen.

 

Storyanriss:

Die CAPITOL feiert 50jähriges Bestehen und lädt alle Mitarbeiter zu einer großen Firmenfeier ein. Während Ernie (Bjärne Mädel) sich akribisch auf die Feierlichkeiten vorbereitet, weil er sich vor Ort für einen Job in der Firmenzentrale bewerben will, verbietet Stromberg zunächst der gesamten Abteilung zum Jubliäum zu fahren. Als er jedoch durch Zufall von einer möglichen Schließung der gesamten CAPITOL-Niederlassung erfährt, will auch er sich einen Job in der Zentrale sichern und organisiert kurzerhand den Tripp für sich und seine Kollegen. Neben Ernie sind natürlich auch Kollegenpaar Ulf (Oliver Wnuk) und Tanja (Diana Staehly) samt Pflegesohn Marvin sowie Bernd Strombergs Lieblingskollegin Jennifer „Schirmchen“ Schirrmann (Milena Dreißig) dabei, die vor Ort alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Auf den Festlichkeiten liefern sich Ernie, Stromberg und dessen ehemalige Chefin Tatjana Berkel (Tatjana Alexander) ein Duell um die Gunst der Entscheidungsträger. Das es hierbei nicht immer mit fairen Mitteln zugeht, kommt nicht überraschend.

 

Firmenfeiern sind wie das letzte Abendmahl. Immer zu wenig Weiber, das Essen ist schlecht und am Ende gibt’s Ärger.

 

Fazit:

Für mich, der die Serie nicht intensiv verfolgt hat, war interessant, ob der Film so auch funktionieren würde. Und verdammt: JA! Er tut es und das sehr gut. Ein voller Kinosaal mit Stromberg Fans machte diesen Filmabend zu einem tollen Erlebnis. Selten wurde so viel und so laut gelacht und geklatscht während meiner Kinobesuche. Genau für solche Momente habe ich mich für die Kinoflat entschieden, denn als Nichtfan und mit einer gewissen Grundskepsis zu deutschen Filmen, wäre ich unter normalen Umständen wohl nie für Stromberg ins Kino gegangen. Und ich hätte hier einfach was verpasst. Die gewisse Metaebene die durch den dokumentarischen Stil aufgebaut wird und uns einfach auch so realistisch die Firmenfeier einer Versicherung darstellt, funktioniert im Kino genauso gut wie im Fernsehen. Schon letztes Jahr bewies Bora Dagtekin mit Fack ju Göhte, dass es in Deutschland nicht nur noch Schweighöfer und Schweiger gibt und man mit einer guten Komödie durchaus die Spitze der Charts in Deutschland gegen die übermächtige internationale Konkurrenz verteidigen kann. Somit freut es mich umso mehr, dass mit Stromberg ein guter Film produziert wurde und die Fans und Investoren sicherlich zufrieden mit dem Ergebnis und dem Abschluss dieser 10jährigen Ära sein können.

 

  • Film: 3/5
  • Kinoerlebnis: Aufwertung um +1
  • Empfehlung: Kino mit Freunden wäre perfekt.

Homefront | Kritik / Review

tt2312718_homefront_01Eieiei, ein neuer Statham-Actioner erblickt das Licht der Welt und ich hatte richtig Bock drauf! Stumpfe, aber sehr stylisch-choreographierte Action ist sein Steckenpferd aber das muss ja nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, oder? Nicht jeder Film muss Arthouse-Ansprüche erfüllen, sondern kann auch einfach mal leichte Kost für zwischendurch sein und trotzdem gefallen. Während er mit Bube, Dame, König, grASThe TransporterThe Italian Job, Snatch oder auch Crank bewies, dass es durchaus eine Nische für ihn gibt, hatte er auch mit beispielsweise Ghosts of Mars oder The One paar gute Gurken in seiner Vita. Doch wo kann sich Homefront einordnen?

                                                                                                          Trailer

Storyanriss:

Zu Beginn der Geschichte sehen wir unseren Hauptprotagonisten Phil Broker (Jason Statham) wie er Undercover für die DEA einen Drogenring hochnimmt und mit ansieht, wie der Sohn des Gangchefs Danny T erschossen wird. Kurz darauf verabschiedet er sich aus dem aktiven Dienst und versucht sich mit seiner Tochter ein ruhiges Leben in einer Kleinstadt aufzubauen und den Tod seiner Frau zu verarbeiten. Doch der Frieden hält nicht lange als sich Broker mit der Schwester des dort ansässigen Drogenbosses Morgen „Gator“ Bodine (James Franco) verscherzt. Dieser bricht in Brokers Haus ein und findet dabei Unterlagen über Phils DEA-Vergangenheit, die er für sich nutzen will um, mit Hilfe seiner Freundin Sheryl (Winona Ryder), einen Deal mit dem rachsüchtigen Danny T auszuhandeln. Weitere Konflikte sind vorprogrammiert und es wird im Fortschritt der Geschichte immer persönlicher!

 

Du gehst wie ein Cop. Du kämpfst wie ein Cop. Du stinkst sogar wie ein Dreckscop.

 

Fazit:

Während ich noch bei Snitch ein wenig gelangweilt vom langsamen Pacing war und mir ein stückweit mehr Action mit Dwayne Johnson gewünscht hätte, fand ich bei Homefront die Mischung gelungener. Etwa Zweidrittel des Films schlugen einen eher ruhigen Pfad ein, bis Jason Statham wieder beweisen konnte, warum er zur aktuellen Topriege der Actionstars gehört – wenn auch dieses mal ohne Anzug und Schlips. Homefront ist kein schlechter Film aber sticht auch nicht wirklich aus der Masse heraus um ein mehrmaliges Angucken zu rechtfertigen. Vorab habe ich mich vor allem auf James Franco als lokalen Drogenboss gefreut, der mir in den Trailern deutlich mehr zusagte, als sein lächerlich wirkender Alter Ego aus Spring Breakers. Diese Cornrows und Grillz, oh man! Doch leider blieb seine Rolle, nicht etwa die Leistung James Francos, zu blass und  verschenkte viel Potential. Mit diesen Abzügen bleibt nur zu sagen, dass Homefront deutlich unter meinen Erwartungen blieb.

 

  • Film: 1,5/5
  • Kinoerlebnis: Kein Profit.
  • Empfehlung: Kino? Nein. DVD/Free-TV? Vielleicht.
  • Tipp: Gebt euch lieber Walking Tall mit The Rock und Johnny Knoxville, für mich der bessere Homefront

Die Eiskönigin – völlig unverfroren // Frozen | Kritik / Review

Disney_FrozenslideTrailer

 

Seit dem 17. Januar ist Disney mit ihrem eigenen TV-Sender nicht nur zurück auf den deutschen Flimmerkisten, sondern auch wieder in aller Munde. Gibt es eigentlich Menschen, die Walt Disneys Gesamtwerk nicht mögen? Ich kann es mir kaum vorstellen. Während das Disney-Franchise schon lange als Talentschmiede in Amerika gilt und regelmäßig Kinderstars groß rausbringt und sich seit wenigen Monaten an einer neuen Star Wars Trilogie versucht, lassen die Studios über viele Jahrzehnte Kinderherzen höher schlagen mit ihren Klassikern wie Der König der Löwen oder Die Schöne und das Biest. Bereits zu Weihnachten des letzten Jahres erschien unter der Regie von Chris Buck (Tarzan) das neueste Werk Die Eiskönigin – Völlig unverfroren. Darf man den Zahlen vertrauen, ist die Eiskönigin schon jetzt einer der erfolgreichsten Filme des Walt Disney Teams ever, ever, ever.. und so habe auch ich mich glatt ins eiskalte Abenteuer für Groß und Klein gestürzt.

Storyanriss:

Elsa und Anna sind Geschwister und Prinzessinnen des Königreiches Arendelle. Elsa besitzt die Fähigkeit Schnee und Eis zu erzeugen und verletzt bei einer Spielerei versehentlich ihre Schwester Anna. Anna droht der Tod, wird jedoch durch die Magie der Trolle geheilt und jegliche Erinnerung an Elsas Kräfte genommen. Daraufhin lebt Elsa abgeschottet von ihrer Schwester um sie nicht in Gefahr zu bringen, bis sie eines Tages nach vielen Jahren zur Königin gekrönt werden soll. Bei den Festlichkeiten gibt es jedoch einen emotionalen Vorfall der Elsas Kräfte für das gesamte Volk und Anna sichtbar macht. Königin Elsa flüchtet in die Berge und verwandelt den Sommer in den Winter, woraufhin sich ihre Schwester auf eine abenteuerliche Reise begibt um sie zurückzubringen. Unterstützung findet sie hierbei beim Eislieferanten Kristoff, seinem besten Freund Rentier Sven und Schneemann Olaf.

 

Ich bin Olaf und ich liebe Umarmungen!

 

Fazit:

Super! Klasse Disney-Film und ein großer Spaß für die Famile. Der Film überzeugt vor allem durch tolle und liebevolle Charaktere, Witz & Charm, skandinavischen Landschaften und dem wie üblich starken Soundtrack. Allein der hochsympathische und liebevolle Schneemann Olaf, im Deutschen gesprochen von Hape Kerkeling, macht den Film rundum zu einem spaßigen Erlebnis. Die Nostalgiebrille macht die Disney-Klassiker für mich zwar immer noch besser, aber objektiv betrachtet ist Disney mit Die Eiskönigin ein würdige Nachfolger gelungen, den man nicht verpassen sollte, wenn man sich das innere Kind bewahrt hat und es hin und wieder mal gerne an die Oberfläche lässt.

  • Film: 3,5/5
  • Kinoerlebnis: Aufwertung +0,5
  • Empfehlung: Familientag! Ob im Kino oder DVD ist hierbei ganz egal.

47 Ronin | Kritik / Review

Trailer

Es sollte Keanu Reeves erfolgversprechende Rückkehr auf die große Kinoleinwand werden, doch  entpuppte sich als finanzieller Flop an den Kassen – doch auch inhaltlich?

Regisseur Carl Rinsch und Hauptdarsteller Keanu Reeves nahmen sich bereits vor einigen Jahren des Stoffes um die legendären 47 Ronin an. Der Film basiert lose auf eine wahre Begebenheit, wurde jedoch stark für das westliche Publikum „hollywoodisiert“ und zu Beginn des Jahres dem breiten Publikum präsentiert. Von den Kritikern abgestraft, wollte ich mir dennoch ein eigenes Bild vom Film machen und nutzte die rote Pille in Form meiner Kinoflatrate um mit Keanu Reeves in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus einzudringen. Bedenke, alles was ich dir anbiete ist die Wahrheit, nicht mehr.

Storyanriss:

Der Film verfolgt die Geschehnisse aus der Sicht von Kai (Keanu Reeves), der zu Beginn in einer Rückblende von Fürst Asano in einem Wald gefunden und verschont wird. Asano und seine Tochter Mika (Ko Shibasaki) päppeln den verwahrlosten Kai wieder auf, woraufhin dieser ewige Treue und Dankbarkeit gegenüber Asano und Mika schwört. Kai muss aber auf Grund seiner Herkunft außerhalb des Dorfes im Schatten der Gesellschaft leben. Über die Jahre entwickelt sich zwar ein inniges Verhältnis zwischen Mika und Kai, welches jedoch unter keinem guten Stern steht, weil der gesetzlose Krieger von Asanos legendärer Samurai-Gefolgschaft verachtet und nicht akzeptiert wird. Fürst Asanos Volk bereitet sich derweil auf das jährlich stattfinde Kampfturnier, ausgerufen von Shogun Tsunayoshi, vor, in dem die mächtigsten Fürsten des Landes ihre stärksten Kämpfer im Rahmen großer Festlichkeiten gegeneinander antreten lassen. Im Verlauf des Turniers fingiert Fürst Kira (Tadanobu Asano) einen Angriff des vergifteten Asanos auf sein Leben und sorgt so dafür, dass Asano zum Wohl seines Volkes und der Wiederherstellung der Ehre den Freitod durch Seppuku wählt. Kira bekommt daraufhin die Länderein Asanos, die Erlaubnis nach einem Jahr Trauerphase Mika zu heiraten und entmachtet sowie verbannt die Samurai, die sich nun in Japan verstreuen müssen. Im Verlauf des Films verbünden sich Kai und der Anführer der Samurai, Oishi (Hiroyuki Sanada), trommeln die ehemaligen Samurai zusammen und versuchen nun als die 47 Ronin trotz aller Verbote den Tod Asanos zu rächen, dessen Ehre wiederherzustellen und seine Tochter Mika zu befreien.

 

Ich werde nach euch suchen in 1000 Welten und in 10000 Leben, bis ich euch finde.

Ich werde in jedem einzelnen auf dich warten.

 

Fazit:

Ich fand ihn besser als erwartet. Zugegeben, es ist kein Meilenstein der Filmgeschichte und wird sicherlich kein Klassiker, jedoch fand ich 47 Ronin durchaus unterhaltsam und konnte mich an der stellenweise guten visuellen Umsetzung erfreuen. Auch wenn dieser Film ohne Keanu Reeves funktioniert hätte, hat er eine solide Performance abgeliefert und ich habe mich gefreut ihn mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen und nicht bei Sharknado 2. Ohne viel zu spoilen, sei auch gesagt, dass ich das Ende sehr interessant und gut umgesetzt fand, denn es hat meine Erwartungshaltung an ein typisches Hollywood-Ende eben nicht bestätigt.

 

  • Film: 2/5
  • Kinoerlebnis: Aufwertung um +0,5
  • Empfehlung: DVD oder Free-TV für einen verregneten Sonntagnachmittag